Donnerstag, 4. februar 2010
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09:47
Die Börsenordnung ist die "Satzung der Börse", die vom Börsenrat der jeweiligen Börse erlassen werden muss. Mit ihr werden verschiedene Dinge sicher gestellt und geregelt, so zum
Beispiel:
- die Wahrung der Interessen des Publikums,
- die Wahrung der Interessen des Handels,
- die Organisation der jeweiligen Börse,
- die Bestimmungen zu Kursveröffentlichungen,
- die Zusammensetzung und Wahl der jeweiligen Börsenorgane,
- ...
von Wolfgang Molzahn
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Donnerstag, 28. januar 2010
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09:19
Börsenhändler
Heutzutage bezeichnet man mit Börsenhändler eine Person, die an der Börse Aufträge ausführt.
Floor Trader / Local / Scalper
Handelt ein Börsenhändler im Börsensaal auf eigene Rechnung, so bezeichnet man ihn als einen Floor Trader, Local oder Scalper.
Scalping
Beim Scalping sprechen Börsendienste, Börsen-Zeitschriften, ... nachdrücklich Kauf- oder Verkaufs-Empfehlungen zur Manipulation der Kurse und damit des eigenen Profits aus. Dies ist in Deutschland
seit 1994 verboten.
Floor Broker / Pit Broker
Ein Floor- oder Pit Broker führt im Börsensaal Aufträge auf fremde Rechnung aus.
weitere thematisch dazugehörende Artikel:
Makler / Börsenmakler / Kursmakler / Freimakler
Broker
von Wolfgang Molzahn
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Donnerstag, 21. januar 2010
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09:57
Konjunktur / Konjunkturzyklen
Unter Konjunktur versteht man das Auf und Ab der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung einer Volkswirtschaft.
Sie wird gewöhnlich in vier Konjunkturzyklen unterteilt:
Aufschwung / Expansion / Hausse
- den Unternehmen geht es gut - sie investieren
- die Arbeitslosigkeit nimmt ab - die Bevölkerung kauft
- die Aktienkurse steigen (Hausse)
Hochkonjunktur / Boom
- dauerhafter und weiter ansteigender Aufschwung bis hin zum Wendepunkt in den Abschwung
- die Aktienkurse steigen stark an, die Umsätze sind sehr hoch (Boom)
Abschwung / Rezession / Baisse
- zunehmende Anzahl von Firmenpleiten
- die Aktienkurse fallen (Baisse)
Tiefstand / Depression / Baisse / Crash
- dauerhafter und weiter fallender Abschwung bis hin zum Wendepunkt in einen Aufschwung
- den Unternehmen geht es sehr schlecht - sie investieren kaum noch
- die Anzahl der Firmenpleiten nimmt weiter zu
- sehr hohe Arbeitslosigkeit - die Konsumkraft der Bevölkerung ist sehr gering
- die Aktienkurse fallen weiter (Baisse)
- Bei einem sehr plötzlichen Abschwung mit Tiefstand und einem Absturz der Aktienkurse muss man Baisse durch Crash ersetzen!
von Wolfgang Molzahn
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Montag, 18. januar 2010
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Bookbuilding / Book-Building - Konsortialbank / Lead Manager / Buchmacher / Bookrunner
Bookbuilding nennt man ein häufig angewandtes Verfahren zur Ermittlung eines realistischen Emissionspreises von Aktien (Emissionspreis = Preis von neu an der Börse eingeführten Aktien bei
Börsenerstzulassungen oder Kapitalerhöhungen).
Stufen des Bookbuildings:
- Die emittierende Gesellschaft wirbt um die Gunst von (Konsortial-)Banken.
- Die (Konsortial-)Banken erkunden das Interesse potenzieller Großanleger.
- Die emittierende Gesellschaft einigt sich im Gespräch mit den (Konsortial-)Banken / dem Konsortium auf eine Preisspanne des Emissionspreises.
- Die neue Aktie wird an den Finanzmärkten präsentiert.
- In der Zeichnungsperiode (bis zwei Wochen) können innerhalb der Preisspanne Angebote abgegeben werden.
- Die (Konsortial-)Banken geben diese Orders an die konsortialführende Bank (auch Lead Manager", "Buchmacher" und / oder "Bookrunner" genannt) weiter.
- Der Buchmacher legt in Abstimmung mit der emittierenden Gesellschaft den tatsächlichen Emissionspreis fest.
Anmerkung: Bei großer Nachfrage liegt der Preis am oberen Ende der Preisspanne, bei geringer Nachfrage am unteren Ende der Preisspanne.
Fastened bzw. Decoupled Bookbuilding
Fastened bzw. Decoupled Bookbuilding nennt man ein Bookbuilding-Verfahren mit stark verkürzter Zeichnungsperiode.
Überzeichnung
Übersteigt in der "Preisspannen"-Zeichnungsperiode die Nachfrage das Angebot, so spricht man von einer Überzeichnung. Eine Zuteilungsregelung muss gefunden werden.
Festpreisverfahren
Beim Festpreisverfahren wird der Emissionspreis vor der Emission festgelegt. Es wird zunehmend vom Bookbuilding-Verfahren abgelöst.
von Wolfgang Molzahn
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Donnerstag, 7. januar 2010
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08:47
Im Aktienbereich ist ein Bonus eine Sonderausschüttung an die Aktionäre. Sie wird zusätzlich - neben der regulären Dividende - gezahlt. Gründe für die Gewährung eines Bonus sind zum
Beispiel:
- die Erzielung außergewöhnlicher Gewinne,
- in besonders guten Geschäftsjahren,
- in Jubiläumsjahre ...
von Wolfgang Molzahn
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Dienstag, 29. dezember 2009
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/2009
10:24
Als Bonität bezeichnet man die Einschätzung eines Schuldners - zum Beispiel einer Aktiengesellschaft -, seinen aus den Schulden entstehenden Zins- und Tilgungsverpflichtungen nachzukommen. Sie ist
damit ein Maßstab dafür, ob ein Schuldner kreditwürdig ist.
Die bekanntesten Bonitäts-Rating-Agenturen sind
Standard & Poor's und
Moody's. Einige Bonitätsstufen sind zum Beispiel:
AAA (S&P) - Aaa (Moody's) = höchste Bonitätsstufe
BBB (S&P) - Baa2 (Moody's) = ausreichende Bonitätsstufe
CCC (S&P) - Caa (Moody's) = ungenügende Bonitätsstufe
D (S&P) - Es gab Zahlungsausfälle / Konkurs (Moody's) = Zahlungsverzug oder Konkurs
von Wolfgang Molzahn
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Dienstag, 22. dezember 2009
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Eine Wertpapierurkunde, zum Beispiel die Aktienurkunde, wird
Mantel genannt und durch den
Bogen ergänzt. Der Bogen enthält je nach Wertpapier
Zins- bzw. Dividendenscheine
(Coupons) und einen
Erneuerungsschein (Talon).
Bei Fälligkeit von Zinsen bzw. Dividenden wird ein Coupon abgetrennt. Sobald der letzte Coupon eingelöst wurde, berechtigt der Talon zu neuen Coupons.
Auf dem Mantel der Aktienurkunde sind der Unternehmensname, der Nennwert und die fortlaufende Nummer der betreffenden Aktie angegeben.
von Wolfgang Molzahn
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Donnerstag, 17. dezember 2009
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unterbewertet / Unterbewertung
Eine Aktie gilt dann als unterbewertet, wenn sie im Vergleich zu anderen Aktien derselben Branche aus fundamentalen (betriebswirtschaftliche Kennzahlen des Unternehmens) und / oder anderen Gründen
als zu billig erscheint.
Analysten und andere Experten empfehlen deshalb, unterbewertete
Aktien zu kaufen.
überbewertet
Eine Aktie gilt dann als überbewertet, wenn sie im Vergleich zu anderen Aktien derselben Branche aus fundamentalen (betriebswirtschaftliche Kennzahlen des Unternehmens) und / oder anderen Gründen
als zu teuer erscheint.
Analysten und andere Experten empfehlen deshalb, überbewertete Aktien nicht zu kaufen.
Bewertungsniveau
Das Bewertungsniveau drückt aus, ob eine Aktie aus fundamentalen (betriebswirtschaftliche Kennzahlen des Unternehmens) und / oder anderen Gründen unter- oder überbewertet ist.
von Wolfgang Molzahn
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Donnerstag, 10. dezember 2009
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10:17
Der Beta-Faktor (kurz: Beta) misst die Kursschwankungen einer Aktie zu einem Index. Damit ist er ein Risikoindikator, der die Volatilität (Schwankungsintensität) der betreffenden Aktie zum
gewählten Index vergleicht und aufzeigt.
Beispiele für einen steigenden Markttrend
Beispiel 1:
- Beta-Faktor der Aktie: 1,4 = größere Gewinne als der Index
- Indexanstieg: 10 %
Die Aktie steigt möglicherweise um 14 %! Sie wird also (voraussichtlich) überproportional auf die Veränderung des Index reagieren.
Beispiel 2:
- Beta-Faktor der Aktie: 0,6 = kleinere Gewinne als der Index
- Indexanstieg: 10 %
Die Aktie steigt möglicherweise nur um 6 %! Sie wird also (voraussichtlich) unterproportional auf die Veränderung des Index reagieren.
Beispiele für einen fallenden Markttrend
Beispiel 1:
- Beta-Faktor der Aktie: 1,4 = größere Verluste als der Index
- Indexabfall: 10 %
Die Aktie fällt möglicherweise um 14 %! Sie wird also (voraussichtlich) überproportional auf die Veränderung des Index reagieren.
Beispiel 2:
- Beta-Faktor der Aktie: 0,6 - kleinere Verluste als der Index
- Indexabfall: 10 %
Die Aktie fällt möglicherweise nur um 6 %! Sie wird also (voraussichtlich) unterproportional auf die Veränderung des Index reagieren.
von Wolfgang Molzahn
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Donnerstag, 3. dezember 2009
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09:17
Behavioral Finance ist ein Zweig der Kapitalmarktanalyse.
Die moderne Kapitalmarkttheorie geht davon aus, dass zum Beispiel Aktionäre nur zur Erzielung von Gewinnen Aktien kaufen und verkaufen. Dem möchte man zustimmen, aber bei näherem Hinsehen stellt
sich sehr schnell heraus, dass es da auch andere Faktoren geben muss.
Behavioral Finance erforscht diese anderen Beweggründe. Sie nimmt also das Verhalten der Anleger unter die Lupe, versucht die Ergebnisse zu systematisieren und leitet daraus zukünftige
Verhaltensweisen ab. Dabei geht es sowohl um die rationalen als auch die irrationalen Entscheidungsfindungen der Marktteilnehmer. Deshalb gehören zur Behavioral Finance auch psychologische
Erklärungsansätze.
Beschäftigt man sich als Anleger mit seiner eigenen Behavioral Finance und setzt die Erkenntnisse um, so bezieht man im Grunde genommen eine weitere Strategie in seine Anlageentscheidungen mit ein.
Man lernt sein eigenes Verhalten kennen, verbannt die Gefühle aus den Anlageentscheidungen und trifft diese fortan auf der Basis seines "Sach"-verstandes - sozusagen mit emotionaler Disziplin.
von Wolfgang Molzahn
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